Naturseifen DIY

 

Mit selbst gemachten Seifen kann man viel Freude bereiten. Allein der Prozess der Seifenherstellung kann sehr viel Spaß machen. Man kann frei über den Geruch der Seife entscheiden, man kann die Lieblingsfarbe auswählen und bestimmen, welche Öle für eine optimale Hautpflege hinzugefügt werden sollten. Der Preis der eigenen Arbeit ist ein kostbares Stück Seife. Das Waschen mit selbst gekochter Seife fühlt sich ganz anders an als das Waschen mit einem Industrieprodukt

Dieses einfache Naturseifen-Lernprogramm wurde für Benutzer erstellt, die ein unkompliziertes Grundrezept suchen. Es eignet sich daher ideal für Anfänger und alle, die mehrere Hautempfindlichkeiten haben.

 

Zutaten

Messungen von Ölen, Lauge und destilliertem Wasser beziehen sich auf das Gewicht. Um Seife herzustellen, ist eine genaue Waage erforderlich.

  • 340 g (75%) Olivenöl
  • 71 g Kokosöl (15,6%)
  • 43 g (9,4%) Rizinusöl
  • 60 g Lebensmittellauge (6% Superfett)
  • 128 g destilliertes Wasser

Ausbeute: 4 Riegel oder fast ein halbes Kilogramm Seife

 

Anleitung

1.  Schritt: Stellen Sie die Laugenlösung her

Mit Handschuhen, Schutzbrillen und langen Ärmeln wiegen Sie das Wasser in einen Edelstahl- oder Hochleistungs-Plastikkrug. Verwenden Sie bei der Herstellung von Seife niemals Aluminiumgeschirr oder -töpfe, da dies mit Laugen negativ reagiert. Als nächstes wiegen Sie die Lauge in einen kleinen Becher oder Behälter. Sprühen Sie die Lauge in das Wasser (nicht umgekehrt oder Sie könnten einen Laugenvulkan erzeugen) und rühren Sie vorsichtig mit einem Kunststoff- oder Silikon-Spatel oder Löffel, bis die Lauge vollständig aufgelöst ist. Die Temperatur wird sehr heiß. Arbeiten Sie in der Nähe eines offenen Fensters, im Freien oder unter einem Abluftventilator. Vermeiden Sie das Einatmen der entstehenden starken Dämpfe, die für einige Momente verweilen.  Bewahren Sie die Laugenlösung an einem sicheren Ort auf, an dem sie nicht gestört wird, und lassen Sie sie etwa 30 bis 40 Minuten abkühlen, bevor Sie sie mit den Ölen mischen.

 

2. Schritt: Wiegen und erhitzen Sie die Öle

Das Kokosöl wiegen und in einem Wasserbad oder bei niedriger Hitze schmelzen lassen, bis es geschmolzen ist. Während das schmilzt, wiegen Sie die Oliven- und Rizinusöle ab und legen Sie sie zum Mischen in einen Topf, eine Schüssel oder einen Krug für hitzebeständige Seifen. Gießen Sie das heiße, geschmolzene Kokosöl in die anderen Öle. Das sollte die Temperatur auf etwa 32 bis 38 ° C (90 bis 100 ° F) bringen.

 

3. Schritt: Kombinieren und Mischen bis zur Spur

Gießen Sie die Laugenlösung in die warmen Öle. Verwenden Sie einen Stab oder einen Immersionsmixer, rühren Sie die Lösung bei ausgeschaltetem Motor etwa 30 Sekunden lang. Schalten Sie den Motor ein und mischen Sie eine Minute lang. Rühre weitere 30 Sekunden bei ausgeschaltetem Motor, dann wieder bei eingeschaltetem Motor und so weiter. Lassen Sie den Stabmixer nicht kontinuierlich laufen, damit Sie nicht den Motor durchbrennen und/oder übermäßige Luftblasen in Ihrer fertigen Seife verursachen.

Wechseln Sie mit dieser Methode, bis die Spur erreicht ist. „Spur“ ist, wenn Ihr Seifenteig dick genug ist, um einen Eindruck oder eine Spur zu hinterlassen, wenn Sie etwas davon über die Oberfläche nieseln. Oben ist ein Bild von meiner Seife bei der Spur.

Wenn Sie jemals ätherische Öle zu diesem Rezept für den Duft hinzufügen möchten, ist jetzt die Zeit dazu. Versuchen Sie, etwa 1 Esslöffel (15 ml) Lavendel, Zitronengras, Geranium (Rose) oder ätherisches Pfefferminzöl einzurühren, um einen Duft zu erzeugen ist nach der Aushärtungszeit auf der hellen Seite.

4. Schritt: In die Form gießen

Bedecken Sie die Gießform nach dem gießen vorsichtig mit einem Blatt Tiefkühlpapier, einer Decke oder einem Handtuch, um die Hitze zu halten.

Schauen Sie hin und wieder auf Ihre Seife. Wenn Sie sehen, dass sich in der Mitte ein Riss bildet, wird es zu heiß. Deshalb ist es wichtig den Behälter in einer kühlen Umgebung ruhen zu lassen.

Sie sehen vielleicht, dass sich die Flecken von dunkleren zu helleren Farben ändern und sogar eine durchscheinende, geleeartige Textur annehmen, insbesondere in der Mitte. Das ist alles völlig normal – es bedeutet nur, dass Ihre Seife die „Gelphase“ durchläuft.

Entfernen Sie nach 24 Stunden das Tiefkühlpapier und lassen Sie Ihre Seife zwei bis drei Tage lang in der Form liegen, oder bis sie fest genug ist, um sich leicht abzulösen.

5. Schritt: Aushärtung der Seife

Nach dem Entformen des frischen Seifenlaibs schneiden Sie ihn in Riegel und lassen Sie ihn mindestens 4 bis 6 Wochen im Freien härten.

Diese Zeit ist erforderlich, um überschüssiges Wasser zu verdampfen und um sicherzustellen, dass Ihre fertige Seife härter ist und länger haltbar ist.

Seifen mit hohem Olivenölgehalt wie diese profitieren von einer noch längeren Aushärtezeit von 6 bis 8 Wochen, die mit zunehmendem Alter härter und milder wird.

Bewahren Sie Ihre fertige Seife an einem kühlen Ort ohne Hitze, Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit auf.

Weitere Seifen zum Selber machen finden Sie hier:

Seife selber machen: Anleitung mit natürlichen Zutaten

 

by Nathalie

 

 

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